Wer ist dieser Kurt Schmid?

Fragte mich ein älterer Herr in der Pause des Benefizkonzertes “Mitten ins Herz” in der Wiener Hofburg am 19. Oktober 2008 und deutete dabei auf den immer wieder angeführten Komponisten der Werke.

Ich: “Das ist der Komponist der heute uraufgeführten Werke und gleichzeitig heute auch der Dirigent des Wiener Hofburgorchesters.”

Er: “Ach, das ist der Dirigent auch, dann werde ich mir den genauer anschauen müssen. Wissen Sie, ich hab ja eigentlich gar nicht gewusst, was mich hier erwartet. Mir hat ein lieber Freund die Karte geschenkt und gesagt: Geh dort  hin, das gefällt dir sicher. Und jetzt bin ich ganz überrascht.”

Ich: “Sehen Sie, wieder mal ein Zufall der Gutes bewirkt.”

Er: “Ja schon, aber der ist ja gut, damit hatte ich nicht gerechnet. Warum kennt man den nicht?”

Diese Frage konnte ich dann nicht mehr beantworten, hatte sie aber im Gedächtnis behalten, um sie mal direkt zu stellen.

Und der neue Fan rauschte interessiert zum 2. Teil des Konzertes um danach nochmal vorbei zu kommen und mir mit zu teilen “Ja, der ist wirklich gut, den werde ich mir merken.”

Herzlichen Dank an dieser Stelle an den mir namentlich leider nicht bekannten Fan. Vielleicht kommen Sie ja irgendwann auf diese Seiten hier – dann würde es mich freuen, wenn Sie sich melden würden – Sie waren der Anlass, dass das hier entstehen kann.

Ich hatte kurz danach die Frage an Kurt Schmid weiter gegeben – und es hat dann noch einiger Geduld meinerseits bedurft, bis er mir das ok gab, ihn in meinem bevorzugten Medium – dem Internet – etwas ausführlicher vor zu stellen.

Interessanterweise entstanden diese Seiten hier zemlich zeitgleich mit einer eigenen Webpräsenz, veranlasst durch das Philharmonische Orchester Lugansk, welche unter www.kurtschmid.net dreisprachig zu finden ist – und welche ich an dieser Stelle gerne auch noch zusätzlich empfehlen möchte.

Ich persönlich kenne Kurt Schmid seit über 3 Jahren, wir trafen uns immer wieder bei den Veranstaltungen der Familie Kotauczek. Dies wegen und durch die Zusammenarbeit meines damaligen Mannes an dem Buch “die Weltbildmaschine” von Peter Kotauczek.

Jedoch hatte ich keinen wirklichen Zugang zu Kurt Schmids Werken, ganz im Gegenteil, mir war es nach meiner Arbeit meist lieber, wenn ich “in Ruhe” eine Auszeit genießen konnte.

Bei der Welturaufführung der Feuerblume im Museumsquartier 2007, wurde ich irgendwie auch auf seine Werke aufmerksam – die Trommler auf der Bühne holten mich kurzfristig aus irgend einem Dornröschenschlaf – dies ging dann aber im Arbeitsalltag wieder unter.

Allerdings habe ich mich nach meiner Scheidung 2008 in seine “Feuerblume” verliebt, die war monatelang das einzige, was in meinem Knusperhäuschen gespielt wurde. Und auch die hatte ich mir während des o.a. Benefizkonzertes wieder gekauft, weil das Original mein Exmann mit genommen hatte.

Ich hab das richtig gebraucht, um wieder zu mir selbst zu finden. Für mich waren die Melodien des Balletts “die Feuerblume” sowas wie Therapie, welche mich immer mehr – wieder – zu mir selbst gebracht hat.

Zwischenzeitlich nutze ich sie auch immer wieder, um zu bestimmen, in welchem emotionalen Zustand ich mich befinde, da dieses Werk so ziemlich alle Facetten des menschlichen Seins – und eine enorme Bandbreite an Emotionen – abdeckt.

Und je nachdem, auf welchen Teil ich “anspringe”, kann ich dann auch ziemlich eindeutig sagen, in welcher Stimmung ich bin – ohne mich selbst bewusst “anlügen” zu können.

Alles in Allem, schön, dass es euch gibt – dich lieber Kurt – und deine Feuerblume. Und ich freue mich schon, auch beim nächsten Event eures künstlerischen Trios mit dabei sein zu dürfen.

~ von CTM am Februar 21, 2009.

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